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15,1 Millionen Euro für sozialen Wohnungsbau

Anstatt der anfänglich in Aussicht gestellten 7,5 Millionen Euro für das Kreisgebiet stehen nun 15,1 Millionen für soziale Mietwohnungsbauprojekte sowie für den Bau von Flüchtlingsunterkünften zur Verfügung. Diese erfreuliche Nachricht erreichte den Kreis Viersen aus dem NRW-Landesministerium für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr. „Das ist ein großer Erfolg für den Kreis Viersen. Es zahlt sich aus, dass wir bei diesem Thema frühzeitig das Heft des Handelns in die Hand genommen haben“, sagt Landrat Dr. Andreas Coenen. Der Kreis habe den Kontakt zu Investoren gesucht und die Projekte mit Nachdruck gegenüber der Landesregierung vertreten.

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Die ersten beiden Förderzusagen konnten Landrat Dr. Coenen und Andreas Budde, technischer Dezernent des Kreises Viersen, bereits aushändigen. Die Gemeinnützige Wohnungsgenossenschaft (GWG) Viersen und die Viersener Aktien-Baugesellschaft (VAB) erhielten die ersten Bescheide im Kreishaus. Die GWG bekam eine Förderzusage über rund eine Million Euro für ein Bauprojekt mit zehn Wohneinheiten am Eichenweg in Brüggen. Die Investitionssumme beläuft sich inklusive Grundstück auf ca. 1,5 Million Euro. „Die Versorgung der Flüchtlinge aus dem Wohnungsbestand heraus wird nicht annähernd zu leisten sein. Es gibt kurz- und mittelfristig nur eine Lösung: den Neubau von Wohnungen“, sagt GWG-Vorstand Dieter Thelen. Zeltlager, Hallen oder Wohncontainer zu errichten, sei nicht das Geschäftsmodell. „Wir wollen nachhaltigen Wohnraum schaffen - insbesondere für Familien.“

Gleiches gilt für die VAB. Die die Viersener Aktien-Baugesellschaft setzt an der Kanalstraße in Viersen ein Bauprojekt mit 27 Wohneinheiten um. Die Fördersumme beträgt ca. 2,4 Millionen Euro. „Der Bau von Wohnungen für Flüchtlingen kommt zu unserem normalen Bauprogramm dazu“, sagt Albert Becker, Vorstandsvorsitzender der VAB. Man baue Wohnraum für alle – das betonen VAB wie GWG. „Dazu zählen die Alteingesessenen ebenso wie Neubürger und eben auch die Flüchtlinge“, sagt Becker.

Die Fördermittel reichen aus, um 12 der 13 beantragten Projekte zu fördern. Bei dem einzig verbleibenden Projekt versucht der Kreis im Dialog mit dem Investor und dem Ministerium weitere Fördermittel zu bekommen. Das Fördervolumen der 13 Maßnahmen bewegt sich jeweils zwischen ca. 0,5 bis 2,6 Millionen Euro. Sollten die Maßnahmen wie geplant umgesetzt werden, entstehen 138 neue Wohneinheiten in fünf Kommunen des Kreises. Es gebe nur Gewinner, betont Andreas Budde: „Die Städte und Gemeinden erhalten dringend benötigten Wohnraum. Die Investoren haben Planungssicherheit. Und nicht zuletzt ist der Fördertopf ein kleines Konjunkturprogramm für die Baubranche.“ Landrat Dr. Coenen lobt vor allem das gute Miteinander zwischen dem Kreis Viersen, den Investoren und dem Bauministerium NRW: „Die Landesregierung hat unsere Transparenz, intensive Beratung und Zielstrebigkeit hervorgehoben.“

Mit der Aufstockung des Fördertopfes ist die finanzielle Voraussetzung nun erfüllt, die Bauvorhaben umsetzen zu können. In den nächsten Wochen und Monaten sind die einzelnen Anträge nun bescheidungsreif zu prüfen. „Die Mitarbeiter werden sich in den kommenden Monaten mit der weiteren Prüfung der Anträge befassen“, sagt Hermann-Josef Neunzig, Abteilungsleiter Wohnbauförderung.